Fraktionschef Paul Sassen: „Beim Feuerwehrhaus manifestiert sich die Untätigkeit des Bürgermeisters“/ Stadtverbandsvorsitzender Mario Garbuio-von Au sieht die Ehrenamtler der Feuerwehr im Stich gelassen / CDU in Sorge um die Feuerwehr

Die CDU Heusenstamm hat sich kürzlich ein Bild der aktuellen Situation der Feuerwehr an ihrem Standort in der Rembrücker Straße machen dürfen. Unter der versierten Leitung von Stadtbrandinspektor Gregor Fanroth wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur die Einsatzabläufe anschaulich dargelegt. Ein besonderes Augenmerk fiel selbstverständlich auch auf den Zustand des Feuerwehrhauses im Zusammenhang mit den heutigen Anforderungen.
Zur Historie: Die vielen Problemstellen im Gebäude sind nicht neu. Daher wurden bereits in der Amtszeit von Altbürgermeister Peter Jakoby gemeinsam mit der Feuerwehr Überlegungen und Vorplanungen zur Erweiterung und Ertüchtigung des Feuerwehrhauses angestellt. Diese führten zunächst zu einem entsprechenden Grundsatzbeschluss der Stadtverordnetenversammlung im Dezember 2015. Seit Amtsantritt von Bürgermeister Öztas im Januar 2016 ist jedoch weiter nichts geschehen. Erneut hat das Stadtparlament daher im Mai 2017 auf Antrag der CDU bekräftigt, diese Ideen im Detail voranzutreiben und den Magistrat beauftragt genauere Planungen vor-zulegen. Ebenfalls auf Antrag der CDU wurden in der letzten Haushaltsberatung die Finanzmittel für das Gebäude auf mittlerweile über 1,2 Mio. Euro aufgestockt. Bis heute liegen jedoch keine Planungen vor.
Fraktionschef Paul Sassen: „Es ist ein Trauerspiel, dass demokratisch gefasste Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung offensichtlich durch den Bürgermeister ignoriert werden, weil er persönlich einen Neubau des Feu-erwehrhauses favorisiert – wobei er auch hier lediglich bei einem Luftschloss und einer wagen Ankündigung bleibt.“ Dass die Mitglieder und Verantwortlichen der Feuerwehr endlich Fortschritte sehen wollten, ohne sich hierbei auf eine Variante politisch festzulegen, sei selbstverständlich nachvollziehbar, so Sassen weiter. In den Gesprächen sei jedoch seitens der Fachleute wieder einmal bekräftigt worden, dass der Erhalt des Standortes mit einer technischen Grunderneuerung und den notwendigen baulichen Erweiterungen möglich wäre. „Wir können aktuell leider nur schätzen, dass ein Neubau im hohen einstelligen Millionenbereich liegen und eine grundhafte Erneuerung weniger als die Hälfte betragen könnte. Wir versuchen daher auf parlamentarischem Weg – aktuell über eine Anfrage – den Planungsdruck aufrecht zu erhalten. Notfalls werden wir uns weitere rechtliche Schritte vorbehalten.“
„Mittlerweile machen wir uns ernsthafte Sorgen, wie hier mit dem Engagement unserer ehrenamtlichen Feuerwehrleute umgegangen wird“, so Mario Garbuio-von Au, Stadtverbandsvorsitzender. „Dies findet seinen ironischen Höhepunkt in der Tatsache, dass Herr Öztas in seiner jüngst erschienenen zwölfseitigen Selbstbeweihräucherungs-Bilanz, die Feuerwehr mit gerade einmal knapp zwei Zeilen abspeist. Viel entlarvender geht es in dieser Angelegenheit eigentlich nicht.“
Anders als von Bürgermeister und Teilen der Kooperation in der Vergangenheit suggeriert, stehen die Beschlüsse über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) tatsächlich nicht im Widerspruch zu den unerledigten Arbeitsaufträgen in Sachen Feuerwehrhaus. Weder für Sanierung noch für einen Neubau stehen aus dem Stadtum-bauprogramm Fördermittel zur Verfügung.
Ein ernsthafter Dank gilt allen Feuerwehrfrauen und -männern für ihren großartigen Einsatz für unsere Sicherheit – und für ihre Geduld. „Diese Leidensfähigkeit zeigt die hohe Motivation und den Idealismus unserer Ehrenamtler. Sie darf einfach nicht länger auf die Probe gestellt werden“, so Fraktions- und Parteichef abschließend.

Gez. Mario Garbuio-von Au, Paul Sassen

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